Eine kurze Einführung in den
Bundesbau

DZNE
Marcus Gloger/DZNE

Baupolitische Ziele und Aufgaben

Die Kernaufgabe der Bundesbaus liegt in der Errichtung von Gebäuden für die Verwaltung des Bundes. Er muss dafür sorgen, dass für die Beschäftigten in den Behörden und Institutionen schnell, wirtschaftlich und zweckmäßig gebaut wird. Nachhaltigkeit und Energieeffizienz spielen dabei eine bedeutende Rolle. Der Bundesbau steht in der Verantwortung für eine moderne Infrastruktur und leistet einen wichtigen Beitrag für das Funktionieren unseres Staates.

Darüber hinaus kommt dem Bund als öffentlicher Bauherr auch eine besondere baukulturelle Verantwortung zu. Bundesbauten sind die Visitenkarte Deutschlands, sie haben eine gesellschaftliche und kulturelle Vorbildfunktion. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, engagiert sich der Bund insbesondere im Denkmalschutz, für Kunst am Bau, fördert Planungswettbewerbe sowie städtebauliche Innovationen und Integrationsprojekte.

Michael Rogosch

Bauen für Deutschland

Will die Bundesrepublik Deutschland bauen oder ein Gebäude aus ihrem Bestand sanieren, greift sie auf die Bauverwaltungen der Länder zurück. Für die Umsetzung seiner Baumaßnahmen „leiht“ sich der Bund die Organe (Bauverwaltungen) der Länder, die dann für ihn und in seinem Namen tätig werden. Dieses Vorgehen nennt sich Organleihe.

Der Bundesbau in seiner Gesamtheit setzt sich aus fünfzehn eigens für diese Aufgaben abgestellten Bundesbauverwaltungen in den Ländern sowie dem in Berlin ansässigen Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) zusammen. Zu den Aufgaben des BBR zählen die Betreuung von Bauangelegenheiten der Bundesrepublik Deutschland (Bauten für die Verfassungsorgane, oberste Bundesbehörden, Kultur- und Forschungseinrichtungen) in Berlin, Bonn und im Ausland sowie die Bau-, Stadt- und Raumforschung.

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) ist Eigentümerin der Bundesliegenschaften, vertritt den Bund und steuert als Bauherrin die Durchführung der ihr übertragenen Bauaufgaben im zivilen Bereich. Über die Organleihe holt sie sich die notwendigen Ressourcen für die Baumaßnahmen des Bundes aus den Ländern. Zudem ist sie verantwortlich für den Unterhalt und den Betrieb der meisten zivilen Bundesliegenschaften.

Der Bundesbau teilt sich in einen zivilen und einen militärischen Strang. Die zivilen Baumaßnahmen werden von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) als Bauherrin verantwortet. Übergeordnet ist das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) für hochbaupolitische Grundsatzaufgaben sowie den Bereich Zuwendungsbau zuständig.

Baumaßnahmen im militärischen Bereich liegen in der Verantwortung des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg). Bauherr ist hier das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen (BAIUDBw) der Bundeswehr.

Die Bauvorhaben des BBR und des BMVg benötigen die haushaltsmäßige Anerkennung des Bundesfinanzministeriums (BMF).

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Großes Land, große Aufgaben: Der Bundesbau NRW

Die Bundesbauverwaltung (BBV) in Nordrhein-Westfalen besteht aus dem Geschäftsbereich Bundesbau, dem Geschäftsbereich Weitere baufachliche Aufgaben sowie der Niederlassung Bundesbau unter dem Dach des Bau- und Liegenschaftsbetriebs Nordrhein-Westfalen (BLB NRW). Gemeinsam bauen wir für den Bund in Nordrhein-Westfalen.

Der Geschäftsbereich Bundesbau prüft nicht nur die eingehenden Aufträge auf die Einhaltung der Richtlinien, Vorgaben und Kostengrenzen, sondern er steuert und lenkt die Baumaßnahmen des Bundes. Die Kolleginnen und Kollegen der Niederlassung Bundesbau setzen praktisch um, was der Geschäftsbereich Bundesbau zunächst als Bauauftrag auf den Tisch bekommt.

Viele Hände, ein Ziel

Ist die Prüfung abgeschlossen und die Bauunterlage genehmigt, muss sie (bei einer zivilen Baumaßnahme) in den Wirtschaftsplan der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben  (BImA) aufgenommen bzw. (bei einem militärischen Projekt) für die Veranschlagung im Haushaltsplan des Bundes dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) vorgelegt werden.

Erst wenn dort die abschließende Genehmigung inkl. der Finanzierungszusage erteilt wurde, erfolgt die Beauftragung der praktischen Ausführung bei der Niederlassung des Bau- und Liegenschaftsbetriebs Nordrhein-Westfalen..

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Unsere Aufgaben in NRW

Der Bundesbau in Nordrhein-Westfalen hat vier große Arbeitsschwerpunkte:

  • den militärischen Bundesbau (inklusive des Baus für ausländische Streitkräfte)
  • den zivilen Bundesbau
  • den Zuwendungsbau
  • die Leitstellen und Sonderaufgaben.

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Bauen für den Bund in Nordrhein-Westfalen konkret in Zahlen

98 km² groß

ist das Gelände, das wir insgesamt betreuen. Das entspricht ziemlich genau der Fläche der Insel Sylt (99,1 km²).

715 Liegenschaften

haben wir in unserer Zuständigkeit. Dazu gehören 9023 Gebäude, die wir betreuen, sowohl militärisch als auch zivil.

326 Mio. € 

an Bauvolumen sollen 2027 umgesetzt werden. Mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2045 erwarten wir weitere Steigerungen.