Von der Betonwüste zur Klimaoase
Ein neuer Pocket-Park für Düsseldorf

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Kleiner Stadtwald mit großer Wirkung

Kleingartenverein, U-Bahn-Baustelle, Autohaus-Parkplatz – das ist die Geschichte des Grundstücks am südlichen Ende der Albertstraße in Düsseldorf. Nachdem der letzte Pachtvertrag 2022 endete, blieb zunächst nur eine versiegelte Fläche zurück – im Sommer ein regelrechter Hitze-Hotspot.

Doch die Stadt Düsseldorf nutzte die Chance: Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt, dem das Grundstück gehört, schuf hier als Projekt „Stadt-Wald : Wald-Stadt“ ein kleines Waldstück. Heute ist der neue Pocket-Park Teil einer klimafreundlichen Stadtentwicklung – mitten im Industriegebiet.

129 Bäume für ein besseres Stadtklima

Auf dem Gelände wurden 129 Bäume in 35 verschiedenen Arten sowie 160 großwüchsige Sträucher gepflanzt. Alle Pflanzen sind besonders hitze- und trockenheitsresistent. Der Boden ist mit einer artenreichen Wiese bepflanzt. Die Bäume stehen in Dreiergruppen in einem regelmäßigen Raster mit drei Metern Abstand – ein lockerer, lichtdurchfluteter Hain, der schon bald zu einem kleinen Wald heranwachsen wird. Eine Sichtachse mit reiner Wiesenbepflanzung gliedert das Gelände. Im Süden bildet eine Reihe säulenförmiger Bäume einen natürlichen Sichtschutz zur benachbarten Grundwasseraufbereitungsanlage. Bänke laden zum Verweilen ein.

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Ein intelligentes Regenwasserkonzept

Ein zentrales Ziel bei der Planung war es, Regenwasser direkt vor Ort zu nutzen. Ein neu gebauter Sinkkasten mit Schlammfang sammelt das Wasser von der Straße und leitet es in eine begrünte Mulde. Dort kann es versickern und gelangt über ein unterirdisches Rigolensystem zu den Baumwurzeln. Zusätzlich wird das gereinigte Wasser der Grundwasser-Sanierungsanlage über eine Ringleitung zu mehreren Hydranten geleitet. Die Pflegefirma entnimmt das Wasser an den Hydranten und bewässert mit einem Schlauch die Bäume.

Unterstützung durch den Bund

Rund eine Million Euro wurden in das Projekt investiert – davon stammen 900.000 Euro aus dem Programm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Die Maßnahme wurde durch das Architekturbüro Danielzik Leuchter + Partner geplant und umgesetzt. Die Bundesbau-Verwaltung Nordrhein-Westfalen begleitete das Projekt beratend und stellte im Auftrag des Bundes die ordnungsgemäße Mittelverwendung sicher.

Mit dem Pocket-Park an der Albertstraße ist nicht nur ein Stück Stadtnatur zurückgewonnen worden – es ist ein Modell dafür, wie auch kleine Flächen großen Einfluss auf das Stadtklima und die Lebensqualität haben können.

Daten und Fakten

Runde eine Million Euro

kostete der Stadtpark in Düsseldorf.

129 Bäume

und 160 Sträucher wurden gepflanzt.

1.850 m²

ist das Areal groß.

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